FAQ

Corona:

Ja. 
Ab dem 19. April ist ein Nachweis eines negativen Testergebnisses zwingende Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht und der Notbetreuung (das Testergebnis darf nicht Älter als 72 Stunden sein = 2 Tests pro Woche). 

Es gibt zwei Möglichkeiten sich Testen zu lassen:
1. Bürgertest
2. Selbsttest in der Schule (In diesem Fall muss die Einwilligungserklärung unterschrieben werden) 

Weitere Informationen gib es im schreiben des Ministers an alle Eltern und Sorgeberechtigten, oder auf Lanis im Dateispeicher unter Corona-Informationen. 

Quelle: Hessisches Kultusministerium 
https://kultusministerium.hessen.de/sites/default/files/media/hkm/elternbrief_0.pdf ,Seite 4 

Nützliche Anleitung findest du hier: 

Anleitung von der Bundesregierung: 
https://www.bundesregierung.de/breg-de/mediathek/video-selbsttests-1873982 

Anleitung der Hansestadt Hamburg:
https://www.hamburg.de/bsb/14961744/torben-erklaert-den-coronatest/ 

Anleitung der Augsburger Puppenkiste: 
https://www.youtube.com/watch?v=A0EqaSBurX0&t=47s 

Allgemein 

Videokonferenzen sind ein heikles Thema. Um auf Nummer sicher zu gehen, hat das Kultusministerium eine (Muster-)Einwilligungserklärung erstellt. Wer diese ausfüllt (bzw. für wen die Eltern es ausfüllen) und an die Schulen zurücksendet/n, der muss anschließend an den Videokonferenzen teilnehmen (2). Distanzunterricht kann nicht per Videokonferenz stattfinden, wenn nicht alle Schülerinnen und Schüler eines Kurses diese Einwilligung abgegeben haben (2). 

Diese Erklärung könnt Ihr (wenn Ihr unter 16 Jahre alt seit, nur eure Eltern) allerdings jederzeit gegenüber eurer Schulleitung widerrufen (unförmlich per E-Mail, Brief oder Telefon möglich) und müsst danach nicht mehr an Videokonferenzen teilnehmen. (Dadurch werdet ihr allerdings nicht von der Schulpflicht befreit) 

Aktivierung der Videofunktion 

Hier kommen wir zu einem nicht ganz klaren Fall. Einige Schülerinnen und Schüler möchten sich ungerne bzw. nicht auf Zwang in einer Videokonferenz per Bild zeigen, sondern lediglich per Audio zugeschaltet sein. Es gibt Lehrer, die diesen Wunsch nicht erfüllen möchten und Schülerinnen und Schüler ohne Videoverbindung als abwesend eintragen. 

Das Staatliche Schulamt in Gießen schrieb dazu auf Anfrage, dass auf Verlangen der Lehrkraft auch die Kamera einzuschalten sei, sofern die Einwilligungserklärung vorliegt. Diese Einstellung teilen wir nicht. 

Zum einen stellt die Einwilligungserklärung nicht die Möglichkeit bereit, der Bildfunktion in Videokonferenzen zu widersprechen und zum anderen steht das Rechts auf informationelle Selbstbestimmung (3) dieser “Pflicht” entgegen. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung bedeutet, dass jede/r das Recht hat, selbst darüber entscheiden zu können, welche personenbezogenen Daten er/sie von sich preisgeben möchte und wer sie verwenden darf. Dies gilt grundsätzlich auch für Kinder und Jugendliche. 

Es wird zwar argumentiert, dass du durch deine freiwillige Abgabe der Einwillligungserklärung dieses Recht wahrgenommen hast und den Videokonferenzen zustimmst, aber es wird nicht bedacht, dass du der Bildfunktion aktuell nicht gesondert widersprechen kannst. Somit verliert sich diese Argumentation im Nichts. 

Es kann nicht eindeutig geklärt werden, inwiefern du dich dem Aktivieren der Videofunktion widersetzen darfst, wenn du gleichzeitig den Konferenzen an für sich zustimmst. Wenn der Lehrer keine Einsicht zeigt, dann gibt es nur einen sicheren Weg: Die Einverständniserklärung vollständig zu widerrufen. 

Menge und Dauer der Konferenzen 

Sechs Stunden am Stück in einer oder mehreren Videokonferenzen zu sitzen, ist sowohl sehr anstrengend, als auch ungesund für eure Augen. Generell empfehlen wir als Ausgleich zur Heimbeschulung regelmäßig an die frische Luft zu gehen. 

Es gibt für die Arbeit mit dem Computer Richtlinien, welche für Angestellte eines Unternehmens gelten, aber auch für Lehrkräfte. Diese Regelungen lassen sich insbesondere vom Lehrer auf die Schülerinnen und Schüler übertragen, da sie die Schutzbedürftigen sind (4). 

Diese Verordnung besagt, dass bei der Arbeit am Bildschirm insbesondere “die Belastungen der Augen oder die Gefährdung des Sehvermögens” berücksichtigt werden müssen (5). Entsprechend müssen Videokonferenzen “durch andere Tätigkeiten oder regelmäßige Erholungszeiten” unterbrochen werden (6). Dabei sind 10 Minuten Pause pro Stunde empfehlenswert und vorgesehen (7) – gerne natürlich mehr Pausenzeit, welche aber ohne Bildschirm am besten auf dem Balkon verbracht werden sollte. Dort kann man in die Ferne schauen und damit die Augen entspannen. 

Quellen: https://schul-o-mat.com/distanzunterricht/2021/videokonferenzen/ 

2) Angaben des Staatlichen Schulamtes Gießen auf unsere Anfrage (SSR Gießen) (Stand: 25.02.2021) 
3) Das Rechts auf informationelle Selbstbestimmung ist ein Grundrecht, gestützt auf einer Auslegung des Grundgesetzes durch das Bundesverfassungsgericht. (Art. 2 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) 
4) “[…][D]ie Vorschriften der »Verordnung über Arbeitsstätten« (ArbStättV) v. 12.8.2004 (BGBl. I S. 2179) […], die für die angestellten Lehrer gelten, [sind] von ihrem Schutzgedanken auch auf die Schüler übertragbar, falls dieser nicht sogar wegen der generellen besonderen Schutzbedürftigkeit von Kindern und Jugendlichen noch weiterreicht.” 
(Verwaltungsgericht Dresden, Beschlüsse vom 2. Februar 2012 – 5 L 1563/11) 
5) Vgl. §3 Abs. 1 Satz 3 ArbStättV (Arbeitsstättenverordnung) 
6) Vgl. Nr. 6.1 Abs. 2 Anhang “Anforderungen und Maßnahmen für Arbeitsstätten nach § 3 Absatz 1” zur ArbStättV 
7) Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) aus dem Jahre 2001 (8. 1. 2001, Az. 6 P 6/00). 

Aktuell sind einige Schülerinnen und Schüler dauerhaft im Distanzunterricht und einige zumindest teilweise. Im Schuljahr 19/20 galt, dass keine/r negativ bewertet werden durfte. Dies ist nun anders, denn Schülerinnen und Schüler dürfen bewertet werden und es herrscht auch im Distanzunterricht Schulpflicht (1). 

Entsprechend findet der Unterricht i.d.R. nach Stundentafel statt (2) und die Aufgaben sollen dann erledigt werden, wenn Ihr das Fach im Stundenplan stehen habt. Entsprechend können Lehrkräfte auch Abgaben zum Stundenende verlangen. Wichtig ist, dass zur Bearbeitung der Aufträge eine angemessene Bearbeitungszeit gegeben wird. Trotz Distanzunterricht können Lehrkräfte Hausaufgaben aufgeben, deren Abgabefristen außerhalb der Stundentafel liegen können (3). 

Quelle: https://schul-o-mat.com/distanzunterricht/2021/abgabetermine-von-aufgaben/

1) https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/umgang-mit-corona-an-schulen/fuer-schulleitungen/schreiben-schulleitungen/wiederaufnahme-des-schul-und-unterrichtsbetriebs-ab-dem-11-januar-2021 
2) https://kultusministerium.hessen.de/sites/default/files/media/leitfaden_schulbetrieb_im_schuljahr_2020-2021.pdf, Seite 13, 27 
3) Diese Auslegung basiert auf https://kultusministerium.hessen.de/sites/default/files/media/leitfaden_schulbetrieb_im_schuljahr_2020-2021.pdf, Seite 11. 

Nein, grundsätzlich gilt für alle an der Kommunikation Beteiligten, die normalen Schul- und Bürozeiten von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr einzuhalten. Bei Nachrichten, die unter der Woche abends oder am Wochenende gesendet werden, kann nicht erwartet werden, dass diese gleich beantwortet werden. Videokonferenzen müssen zwei Werktage vorher terminiert werden. 

Quelle: Regeln der DSL für Video- und Distanzunterricht 
http://www.dreieichschule.de/wp-content/uploads/Men%C3%BC/DSL-Digital/Regeln-der-DSL-fuer-Video-und-Distanzunterricht.pdf  

Nein, dies wurde in den Regeln der DSL für Video- und Distanzunterricht klar verneint. 

  1. Das Einschalten der Kamera im Video-Unterricht ist eine persönliche Entscheidung. Um die Anwesenheit zu dokumentieren können andere Maßnahmen ergriffen werden 
  2. Um die Anwesenheit zu dokumentieren, könnt ihr eurer Lehrkraft auch Guten Morgen sagen. Umgekehrt kann die Lehrkraft das regelmäßige Handheben oder eine vergleichbare Aktion verlangen. Auch das Verabschieden am Ende der Stunde dokumentiert die Anwesenheit. Es besteht für die Lehrkraft auch die Möglichkeit, sich bei Videokonferenzen Teilnehmerlisten runterzuladen. 

Quelle: Regeln der DSL für Video- und Distanzunterricht 
http://www.dreieichschule.de/wp-content/uploads/Men%C3%BC/DSL-Digital/Regeln-der-DSL-fuer-Video-und-Distanzunterricht.pdf  

Allgemein:

Generell darf pro Tag nur ein Schriftlicher Leistungsnachweis verlangt werden. In der Unter- und Mittelstufe (Klasse 5- 10) dürfen zusätzlich maximal 3 Leistungsnachweise pro Woche verlangt werden. (Die Oberstufe und Nachschreiber sind von dieser Regelung ausgeschlossen) 

Quelle: https://www.lsv-hessen.de/kontakt/ 

§28 Abs. 2 VOGSV;
§29 Abs.1 VOGSV;
§9 Abs.12 OAVO;

Schriftliche Leistungsnachweise müssen mindestens 5 Unterrichtstage vorher bekannt gegeben werden 

Quelle: https://www.lsv-hessen.de/kontakt/ 
§33 Abs. 2 VOGSV;

Korrektur, Bewertung und Rückgabe einer schriftlichen Arbeit haben so rasch wie möglich, in der Regel jedoch spätestens nach drei Unterrichtswochen, zu erfolgen. 
(Ausgenommen ist die Oberstufe) 

Zudem müssen Schriftliche Arbeiten erst zurückgegeben werden bevor die nächste geschrieben werden darf: 

Quelle: https://www.lsv-hessen.de/kontakt/ 
§33 Abs. 2 VOGSV;
§9 Abs. 12. OAVO;

In begründeten Einzelfällen kann die Schule auf Beschluss der Klassenkonferenz nach vorheriger Ankündigung verlangen, dass eine Erkrankung durch Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung nachzuweisen ist; die Kosten haben die Eltern oder die volljährige Schülerin oder der volljährige Schüler zu tragen. In besonders begründeten Einzelfällen kann auch die Vorlage eines amtsärztlichen Attests verlangt werden (§ 2 Abs. 2 VOGSV). Die Bestimmungen in den Prüfungsordnungen bleiben unberührt. 

Quelle: https://www.lsv-hessen.de/kontakt/ 
§2 Abs. 2 VOGSV;

Grundsätzlich sind Toilettengänge während der Pausen zu erledigen. Ein Verbot der Toilettenbenutzung während des Unterrichts kann vom Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule umfasst sein, allerdings müssen einzelfallbezogene Ausnahmen möglich sein, z.B. aus medizinischen Gründen. 

Quelle:  https://www.lsv-hessen.de/kontakt/ 
Anfrage der Landesschüler*innenvertretung an das Hessische Kultusministerium

Folgendes wurde von der Schulkonferenz 2010 beschlossen:

  • Es gibt keine Verpflichtung der Lehrkräfte, in jeder Stunde Hausaufgaben zu erteilen.
  • Erteilte Hausaufgaben werden im Klassenbuch bzw. Kursheft vermerkt. Somit haben die nicht anwesenden Schüler die Möglichkeit, sich aus zuverlässiger Quelle darüber zu informieren, ob und welche Hausaufgaben aufgegeben wurden.
  • Termine von Klassenarbeiten, Lernkontrollen etc. werden im Klassenbuch bzw. Kursheft umgehend nach Festlegung vermerkt.
  • Die Schüler führen ein Hausaufgaben- und Mitteilungsheft.
  • Bei längerem Fehlen besteht für die Schüler nicht die Verpflichtung, alle in der Zwischenzeit aufgegebenen Hausaufgaben im Nachhinein anzufertigen. Sie müssen sich jedoch den versäumten Unterrichtsstoff aneignen, damit sie weiter erfolgreich im Unterricht mitarbeiten können.
  • Findet Unterricht für eine gesamte Klasse der Sekundarstufe I nach 14 Uhr statt, so werden in allen Unterrichtsfächern dieses Tages keine Hausaufgaben für den nächsten Tag erteilt.
  • Haben nur einzelne Schüler einer Klasse Unterricht nach 14 Uhr, z.B. Wahlunterricht, so müssen diese die von einem auf den anderen Tag erteilten Hausaufgaben nicht unbedingt zum Folgetag erledigen; die Hausaufgaben müssen aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden. – Die Schüler müssen sich jedoch auf den Unterricht des nächsten Tages vorbereiten, da nur so erfolgreiches Mitarbeiten möglich ist.
  • Um all diese Grundsätze umsetzen zu können, brauchen die Schüler die Fähigkeit zu Zeit- und Selbstmanagement. Die Lehrkräfte unterstützen sie bei Erwerb und Anwendung dieser Fähigkeit, z.B. durch Methodentraining.

Quelle: http://www.dreieichschule.de/wp-content/uploads/Men%C3%BC/Grundsaetze_fuer_Hausaufgaben_2010_11.pdf

*VOGSV = Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses 
*OAVO = Oberstufen- und Abiturverordnung 
*GG = Grundgesetz  
*ArbStättV = Arbeitsstättenverordnung 
*LSV = Landesschüler*innenvertretung
*HKM = Hessisches Kultusministerium

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Haftung:

Das FAQ ist keine Rechtsberatung.

Trotz  Überprüfung aller Fragen und  deren Antworten, können wir keine Haftung für die Richtigkeit der Antworten übernehmen. Antworten können schon nach kurzer Zeit nicht mehr richtig sein. Zudem beziehen sich manche Antworten nur auf die Dreieichschule Langen.

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